Er erfasst den Geist einer sehr prägnanten Zeitperiode: vom leisen Erwachen der friedlichen Demonstrationen seit 2010 bis hin zu den heftigen Erschütterungen, die uns und unsere Welt erstarren ließen. Mit wenigen Strichen schafft er es, die politischen Ereignisse, Flucht und das neue Leben, das danach in Deutschland folgt, treffend zu kommunizieren. Seine Schwarz-Weiß-Zeichnungen treffen den Nerv unserer Zeit.

Einführung durch den Künstler
Freitag, 20 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung
Mittwoch und Donnerstag von 12–18 Uhr
Freitag ab 12 Uhr

Eintritt frei

In den letzten Jahren hat es viele Menschen mit „Situation“-Hintergrund nach Deutschland verschlagen. Sie kommen aus Syrien, wo seit 2011 Krieg herrscht, oder aus Israel und Palästina, wo das gesellschaftliche Klima immer militanter wird. Kein Wunder also, dass es das kleinste Problem von Deutschlehrer Stefan ist, die deutsche Grammatik zu unterrichten.

Yael Ronen und die Schauspieler*innen, die aus Syrien, Palästina und Israel nach Berlin gekommen sind, setzen sich mit der paradoxen Wiederbegegnung mit den einst so verhassten „Nachbarn“ auseinander. Keine einfache Aufgabe, schließlich werden dabei die Geister der Vergangenheit wiedererweckt.

„Klug, humorvoll, selbstironisch und manchmal auch ernst. In diesem Stück können sich wirklich viele wiederkennen. Klischees und Tabuthemen werden hier ohne Scheu aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und ermöglichen einen Einblick in das tiefste Innere des Menschen.“ Ksenia Grakovskaya, Jurymitglied

Dauer: 100 Minuten
Karten: 14 / 10 €

Er erfasst den Geist einer sehr prägnanten Zeitperiode: vom leisen Erwachen der friedlichen Demonstrationen seit 2010 bis hin zu den heftigen Erschütterungen, die uns und unsere Welt erstarren ließen. Mit wenigen Strichen schafft er es, die politischen Ereignisse, Flucht und das neue Leben, das danach in Deutschland folgt, treffend zu kommunizieren. Seine Schwarz-Weiß-Zeichnungen treffen den Nerv unserer Zeit.

Einführung durch den Künstler
Freitag, 20 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung
Mittwoch und Donnerstag von 12–18 Uhr
Freitag ab 12 Uhr

Eintritt frei

Während der spätere Fußballweltmeister Jérôme Boateng behütet bei seinem Vater im gutbürgerlichen Charlottenburg aufwächst, schlagen sich seine beiden Halbbrüder George und Kevin-Prince in Wedding durch. Das Viertel gilt als Ballungsraum sozial schwacher Familien, knapp die Hälfte seiner Bevölkerung weist Migrationshintergrund auf. An eben diesem Ort werden die Brüder sozialisiert – hier treffen sie sich täglich auf dem Bolzplatz, der liebevoll „Käfig“ genannt wird, und arbeiten unermüdlich an ihren Fußballkarrieren.

Die Inszenierung soll keine Nacherzählung sein, sondern beispielhaft das Heranwachsen in einem Berliner Problembezirk aufzeigen. Neben Rapmusik und energiegeladenen Breakdance-Moves spielt das Thema Fußball nur eine untergeordnete Rolle.

„Wer sich für Fußball, Hip-Hop und Tanz interessiert, sollte dieses Stück unbedingt sehen! In „Peng! Peng! Boateng!“ lernen wir, wie drei Brüder mit der Chancenlosigkeit kämpfen, womit viele People of Color in Deutschland konfrontiert sind. Als Folge werden manchmal Strategien entwickelt, mit denen wir nicht immer einverstanden sind. Das Stück schockiert, verärgert, bewegt – aber es lässt uns nicht gleichgültig! Ab 13 plus.“ Alexa Conradi, Jurymitglied

„Dies ist ein Stück über das Aufwachsen mit kulturellen Unterschieden, zusätzlich gepaart mit dem Leben in einer Patchworkfamilie. Ein schönes Stück, das das Leben und die Familiengeschichte des berühmten Fußballers Jérôme Boateng darstellt und dies mit viel Hip-Hop und Tanz verschmelzen lässt.“ Manaseh Chisiza, Jurymitglied

Dauer: 90 Minuten, anschließend Publikumsgespräch zum Thema Männerbilder/Alltagsrassismus und Kneipenausklang
Karten: 10 / 7 €

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Während der spätere Fußballweltmeister Jérôme Boateng behütet bei seinem Vater im gutbürgerlichen Charlottenburg aufwächst, schlagen sich seine beiden Halbbrüder George und Kevin-Prince in Wedding durch. Das Viertel gilt als Ballungsraum sozial schwacher Familien, knapp die Hälfte seiner Bevölkerung weist Migrationshintergrund auf. An eben diesem Ort werden die Brüder sozialisiert – hier treffen sie sich täglich auf dem Bolzplatz, der liebevoll „Käfig“ genannt wird, und arbeiten unermüdlich an ihren Fußballkarrieren.

Die Inszenierung soll keine Nacherzählung sein, sondern beispielhaft das Heranwachsen in einem Berliner Problembezirk aufzeigen. Neben Rapmusik und energiegeladenen Breakdance-Moves spielt das Thema Fußball nur eine untergeordnete Rolle.

„Wer sich für Fußball, Hip-Hop und Tanz interessiert, sollte dieses Stück unbedingt sehen! In „Peng! Peng! Boateng!“ lernen wir, wie drei Brüder mit der Chancenlosigkeit kämpfen, womit viele People of Color in Deutschland konfrontiert sind. Als Folge werden manchmal Strategien entwickelt, mit denen wir nicht immer einverstanden sind. Das Stück schockiert, verärgert, bewegt – aber es lässt uns nicht gleichgültig! Ab 13 plus.“ Alexa Conradi, Jurymitglied

„Dies ist ein Stück über das Aufwachsen mit kulturellen Unterschieden, zusätzlich gepaart mit dem Leben in einer Patchworkfamilie. Ein schönes Stück, das das Leben und die Familiengeschichte des berühmten Fußballers Jérôme Boateng darstellt und dies mit viel Hip-Hop und Tanz verschmelzen lässt.“ Manaseh Chisiza, Jurymitglied

Dauer: 90 Minuten, anschließend Gespräch
Karten: 10 / 7 €

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Zum ersten Mal rückt die damals elfjährige Malala Yousafzai in den öffentlichen Fokus, als sie auf einer Website der BBC beginnt, über die Gewalttaten in ihrer Heimat zu berichten. Sie stammt aus Pakistan, genauer gesagt aus dem von den Taliban besetzten Swat-Tal. Nachdem zahlreiche Mädchenschulen von den Terroristen geschlossen und Menschen getötet wurden, ging die Elfjährige online. In einem Blog-Tagebuch fordert sie ihr Recht auf Bildung und Freiheit ein. Im Oktober 2012 stürmen Talibankämpfer den Bus, in dem sich das Mädchen befindet. Nur durch ein Wunder überlebt Malala den Angriff schwer verletzt. Die heute 20-Jährige ist seit April diesen Jahres Friedensbotschafterin der UN.

„Die Geschichte von Malala ist die wahrscheinlich berühmteste Fluchtgeschichte unserer Zeit. Diese Inszenierung ermöglicht es uns, mehr über dieses außergewöhnliche Mädchen zu erfahren, das in einem Land aufwächst in dem 64 Prozent der Frauen weder lesen noch rechnen können. Was wären wir bereit zu tun, wenn in unserer Heimat Bildung für alle noch lange keine Selbstverständlichkeit wäre? Würden wir für das Recht auf Bildung unser Leben riskieren? Ein tolles Stück, das zum Nachdenken anregt und uns den morgigen Weg zur Schule oder zur Arbeit nicht ganz so müßig erscheinen lässt.“ Iolanda Carrozzo, Jurymitglied

„Es braucht nur einen Koffer mit Requisiten und schon sind wir mittendrin in der Geschichte eines Mädchens, das für etwas kämpft, was für uns selbstverständlich ist: Freiheit und Bildung. Malalas Geschichte beginnt in einem idyllischen Land, das sich plötzlich in eine Region des Terrors und der Unterdrückung verwandelt. Dieses Stück führt eindrücklich vor Augen, warum Menschen aus ihrer Heimat flüchten und welchen Mut sie dafür aufbringen müssen.“ Sandra Potsch, Jurymitglied

Dauer: 45 Minuten
Karten: 10 / 7 €

Wenn Frauen aus ihrem Heimatland flüchten, bedeutet das etwas anderes als wenn Männer zur Flucht aufbrechen. Schauspielerin Sophie Maria Ammann interpretiert in diesem Ein-Frauen-Stück die tragische Odyssee geflüchteter Frauen auf den Routen der Verzweiflung: „Die Nacht schlingt sich um unser Zelt. Ich höre meinen Herzschlag. Ich höre die Dunkelheit. Wir sind die Herzschläge, während die Nacht schläft.“

Die Musikerin Rachel Maio sorgt live mit Cello und Loop-Maschine dafür, dass auch das Publikum zur emotionalen Selbsterfahrung aufgefordert wird.

„Ich finde dieses Stück klasse, weil es über die Reise von vielen Frauen berichtet, die Gewalt und Ungerechtigkeiten erleiden müssen und dennoch an ihren Träumen und Hoffnungen festhalten. Es geht um Frauen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Dieses Thema findet in der Öffentlichkeit viel zu wenig Beachtung und passt daher sehr gut zu dem Motto unseres Theaterfestivals.“ Karin Schneider, Jurymitglied

„Endlich werden die Erfahrungen geflüchteter Frauen thematisiert! Der Weg in die Sicherheit ist schwierig und kompliziert, stets verbunden mit Gewalt, Mut, Einsamkeit, Angst, Torheit und Freude. Wer sich für Flucht und Gleichberechtigung interessiert, wird dieses Stück zu schätzen wissen.“ Alexa Conradi, Jurymitglied

Dauer: 70 Minuten
Karten: 14 / 10 €

Er erfasst den Geist einer sehr prägnanten Zeitperiode: vom leisen Erwachen der friedlichen Demonstrationen seit 2010 bis hin zu den heftigen Erschütterungen, die uns und unsere Welt erstarren ließen. Mit wenigen Strichen schafft er es, die politischen Ereignisse, Flucht und das neue Leben, das danach in Deutschland folgt, treffend zu kommunizieren. Seine Schwarz-Weiß-Zeichnungen treffen den Nerv unserer Zeit.

Einführung durch den Künstler
Freitag, 20 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung
Mittwoch und Donnerstag von 12–18 Uhr
Freitag ab 12 Uhr

Eintritt frei

Angelehnt an Joseph Conrads kolonial-kritische Novelle aus dem 19. Jahrhundert, schildert die Inszenierung die aktuelle Fluchtgeschichte des Darstellers Seyni aus Mali. In einer nächtlichen Expedition durch die Landeshauptstadt wird die Unruhe einer aus den Fugen geratenen Gegenwart sichtbar. Die Premiere des Theaterparcours fand im Sommer 2015 auf den Gewässern von Berlin statt, nun wird eine Adaption für Stuttgart gezeigt. Das Theater der Migranten versteht sich als Plattform eines kultursozialen Diskurses und von Interventionen im öffentlichen Raum.

„Eine nächtliche Irrfahrt, die wir selbst miterleben. Mit einem Boot ziehen wir los, brechen auf ins Ungewisse und hören die Geschichten von Geflüchteten. Parallel zu den Stationen auf ihrer Flucht durchwandern wir verschiedene Orte der Stadt. Dabei erfahren wir von den Ängsten, Sorgen und Erlebnissen, die sie begleitet haben.“ Sandra Potsch, Jurymitglied

Dauer: 90 Minuten, anschließend Publikumsgespräch zum Thema Flucht mit den Künstler*innen von Netze sowie Herz der Finsternis und Fares Grabet; Kneipenausklang
Karten: 14 / 10 €

Mit dem Kreativ-Wohnwagen Villa Utopia startete ein theaterinternes Recherche-Team vorab in die Kölner Flüchtlingsheime. Ziel war es, mit geflüchteten Kindern, die im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen, Dialoge auf Augenhöhe zu führen. Dabei wurden sie nicht als notleidende Personen betrachtet, sondern vielmehr auf die Gemeinsamkeit hin befragt, wie sie sich ihr Heranwachsen in Europa vorstellen würden – mit dem einheitlichen Tenor: Ein besseres Leben ist überall. Entstanden ist ein ermutigendes Stück, das von spannenden Erwartungen und Lebensentwürfen voller utopischer Fantasien berichtet. Theaterarbeit,die ein Sprachrohr schafft!

„Dieses Recherchestück überzeugt durch die subtile Einarbeitung des Themas Migration. Verwoben in eine bunte, dynamische und optimistische Atmosphäre, spricht es mit seiner sehnsuchtsvollen Metaphorik sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene an. Bezaubernd ist auch das Hauptelement – ein Kreativ-Wohnwagen, der umherreist und tiefste Wünsche und Visionen der unterschiedlichsten Individuen aufsammelt. Dabei gelingt den drei Schauspieler*innen die Balance zwischen der dokumentarischen Vorarbeit und der inszenierten Story ausgezeichnet.“ Iulia Maria Popa, Jurymitglied

„Man muss nicht immer dieselbe Sprache sprechen, um sich zu verstehen. Ein tolles Stück, halb Schauspiel halb Dokumentation, das Groß und Klein zum Nachdenken bewegt.“ Ksenia Grakovskaya, Jurymitglied

Dauer: 55 Minuten
Karten: 10 / 7 €

Gefördert durch das Land NRW aus Mitteln des Kultur-Rucksacks als Sonderprojekt der Abteilung Kulturelle Bildung im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.

Was ist mit den ehemaligen Einwanderern passiert, die ab Mitte der 50er-Jahre aus Italien nach Deutschland kamen? Auch Agatino Rossi war einer dieser jungen Männer, für die Modugnos „Amara Terra Mia“ damals zur Hymne ihrer Auswanderung wurde. Als Arbeitsmigrant verließ er seine toskanische Heimat und landete bei VW in Wolfsburg. Nun liegt er im Krematorium. Als sich seine beiden Töchter dort kennenlernen, sind sie zunächst schockiert, doch dann begeben sie sich auf Spurensuche im Leben ihres Vaters, der gefangen war zwischen zwei Ländern, zwei Sprachen, zwei Kulturen. In unserer von Flucht und Migration aufgewühlten Zeit blickt das Stück auf die erste große Einwanderungsbewegung in Deutschland zurück.

„Dieses Stück war für mich ein absolutes Muss für dieses Festival. Schon in den ersten Szenen hatte ich Tränen in den Augen. Die dokumentarischen Filmausschnitte erinnerten mich sofort an die Geschichte meiner eigenen Großeltern, die nach dem zweiten Weltkrieg als Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Hier wird uns noch einmal die Migrationssituation der Nachkriegszeit vor Augen geführt und wie die Gastarbeiter damals behandelt wurden. Dabei gibt es viele Parallelen zu den „Wirtschaftsflüchtlingen“, die auch heute noch nach Deutschland kommen, um sich oder ihrer Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ein Stück mit viel Herz, Humor und einer wichtigen Botschaft!“ Iolanda Carrozzo, Jurymitglied

„Die zweisprachige Aufführung entpuppt sich als sehr sinnliches Stück, welches dringliche Fragen aufwirft und zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung anregt. Der Lebenslauf eines italienischen Arbeitsmigranten in Deutschland erzählt von Vorurteilen, von Schwierigkeiten im neuen Land heimisch zu werden und von Sehnsüchten nach der alten Heimat. Dabei versprüht das Stück aber sehr viel Witz und auch die beiden Darstellerinnen überzeugen mit ihrem nuancierten Spiel. Authentisch spiegeln eingeblendete historische Filmaufnahmen den Gastarbeiterdiskurs wider.“ Iulia Maria Popa, Jurymitglied

Dauer: 70 Minuten
Karten: 14 / 10 €

Eine Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen, des St. Pauli Theaters Hamburg, des Teatro Alfieri Castelnuovo Berardenga (I) und der Théâtres de la Ville de Luxembourg. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Rom.

Die gesellschaftlichen Umbrüche dieser Zeit werden begleitet von widersprüchlichen Nachrichten, emotionalen, statt auf Fakten basierenden Wahlkämpfen und den wildesten Gerüchten. Im Stile eines unterhaltsamen Fernsehabends versucht diese Produktion zu entschlüsseln, was wir hier Lebenden – aber auch die Ankommenden – wirklich denken. Hierfür werden die unterschiedlichsten Genre-Schubladen geöffnet. Entstanden ist ein Crossover aus Poetry Slam, Recherche-Theater und Live-Happening, das vergnüglich mit (Vor-)Urteilen und Gerüchten spielt. Dabei ist Spiel ohne Grenzen ebenso widersprüchlich wie die gesellschaftliche Realität selbst. Nicht verwunderlich, wenn das Publikum am Ende verwirrt, aber nachdenklich zurückbleibt.

„Theater im Talkshow-Format! Hier werden haltlose Gerüchte und skrupellose Vorurteile aufgetischt, die nur allzu gut den immer lauter werdenden Rechtspopulismus dieser Tage widerspiegelt. Ein Spiel ohne Grenzen, das uns nicht nur die Lächerlichkeit derartiger Stereotypen vor Augen führt, sondern auch Scham – wenn nicht sogar ein wenig Bedrückung – aufkommen lässt. Unterhaltend, sarkastisch und hochaktuell!“ Sandra Potsch, Jurymitglied

Dauer: 80 Minuten, anschließend Kneipenausklang
Karten: 14 / 10 €

Durchgeführt im Rahmen des Projektes Integration durch kulturelle Teilhabe. Mit freundlicher Unterstützung durch den Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg und die BASF SE.

Nachdem der Vater weg ist und es zu Hause zu gefährlich wird, schickt die Großmutter Toda allein auf die lange Reise ins Nachbarland. Auf ihrer Flucht trifft sie auf viele Menschen: einen Schlepper, Kinder, die ihr Spielzeug herschenken sollen, und einen Kommandanten, der nicht kommandieren kann. Das Publikum wird dabei aktiv in die Geschichte des kleinen mutigen Mädchens eingebunden.
Das Theater Waidspeicher ist eines der renommiertesten deutschen Ensemble-Puppentheater. Tourneen führten es bereits durch Europa, in die USA, nach Kanada, Mexiko, Taiwan, Israel, in die Türkei und nach Russland.

„Eine kraftvolle Produktion, die niemand verpassen sollte! Eine tolle Gelegenheit mit dem Kind ins Theater zu gehen.“ Manaseh Chisiza, Jurymitglied

Von Joke van Leeuwen, aus dem Niederländischen übersetzt von Hanni Ehlers

Dauer: 60 Minuten
Karten: 10 / 7 €

Wir freuen uns darauf, bei Kaffee und Tee Erlebtes Revue passieren zu lassen, offene Fragen zu beantworten und die Begegnungen zwischen Künstler*innen, Jury und Publikum zu vertiefen. Wir laden jede*n Besucher*in dazu ein, auch selbst etwas zum Buffet beizutragen und unserem interkulturellen Theaterfestival zum Schluss noch einen kulinarischen Touch zu verleihen – so kommt Vielfalt nicht nur auf die Bühne, sondern auch auf den Teller. Seien Sie mit dabei!

„Kein Mensch ist illegal!“, und dennoch hoffen tausende Einwanderer jedes Jahr aufs Neue darauf, ein Folgevisum zu erhalten. Doch kann sich ein Mensch in diesem temporären Zustand wirklich eine neue „wahre“ Heimat erschaffen? In drei Teilen wird demonstriert, dass die Folgen von Migration zumeist erst im Laufe der Zeit erfahrbar werden. Denn: nicht nur der Körper zieht um, sondern auch Verstand, Herz und Seele. Zerrissen zwischen zwei Welten zu sein, bedeutet, in einem permanenten Dilemma festzustecken. Realtime-Projektionen, Soundinstallationen und Ceren Orans Tanz – alle drei übertragen diesen Zustand zwischen Kampf und Sehnsucht, Unverständnis und Fragilität in ihre ganz eigene künstlerische Sprache.

„Es ist faszinierend, wie die drei Künstlerinnen den Begriff „Heimat“ in ihren jeweiligen Disziplinen interpretieren – tanzend, visuell und lautmalerisch. Dabei beschreiben alle drei dieselbe Zerrissenheit zwischen der alten Heimat, die man hinter sich gelassen hat, und der neuen Heimat, in der Körper, Seele und Geist zu unterschiedlichen Zeiten ankommen.“ Karin Schneider, Jurymitglied

Heimat…los! erzählt bewegende und aufwühlende Geschichten über die Suche nach Zugehörigkeit und Identifizierung, über die Zerrissenheit zwischen der Heimat, die einmal war und der Heimat, die es noch nicht ist. Die Komposition aus Choreografie, Musik und Visuals macht die Performance zu einem einzigartigen Erlebnis.“ Ksenia Grakovskaya, Jurymitglied

Dauer: 50 Minuten, anschließend Publikumsgespräch und Kneipenausklang
Karten: 12 / 7 €

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) und Dükkan Kulturplanungsbüro e. V. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzbüro München. Ceren Oran ist Mitglied der Tanztendenz München.